Ü50-uefuffzich

SYLT – Bloggertreffen an der Nordsee

Nordsee Blickwinkel Sylt sonnenuntergang

meer strand sand himmel sonne sylt

Syltfans und ihre Influenzer

Mehrmals im Jahr zieht es mich auf diese Insel in der Nordsee. Das war nicht immer so. Viele Jahre meines Lebens war mir der Nordseezugang sozusagen durch eine Mauer verwehrt. Als ich mit dem Ex und seinem Kind 2002 mal auf Borkum Urlaub machte, sprang der Funke auch nicht über. Dauernd war das Wasser weg, Wellen waren auch keine da, nackig machen war auch nicht überall möglich und unsere Ferienwohnung hatte die besten Zeiten schon hinter sich. Oder war ich einfach noch nicht bereit für die Nordsee? Das einzig Positive in meiner Erinnerung blieb, dass es fast überall dicke Milch gab. Ich wusste damals nicht, dass man dicke Milch in Restaurants verkaufen kann. Ich kannte die ausschließlich von meiner Großmutter aus den Ferien. Wenn die Milch nach einem Sommergewitter ein leichten Stich hatte, machte sie dicke Milch und ich löffelte vergnügt (weil unter mächtigem Zusatz von Zimt und Zucker) den Teller leer.

Erst 2013 lernte ich die Insel Sylt kennen und es passierte, was vielen passiert: es gefiel mir so gut, dass es mich mehrmals im Jahr wieder dorthin zieht. Mir gefällt Hiddensee immernoch besser (das hat sicher auch etwas mit frühkindlicher Prägung zu tun), aber Sylt ist jetzt für mich näher und einfacher zu erreichen. Vom Haus in Nordfriesland ist die Insel keine 60 km weit entfernt. Also: nix wie hin, wenn ich Lust dazu habe!

Als ich 2014 das erste Mal zur Reha musste, fragte mich sie Sozialtante im Krankenhaus, in welche Klinik ich möchte. Ich guckte mir ihre Karte mit den Möglichkeiten an und sagte: Nordseeklinik Westerland. Sie meinte, ich solle ihr noch 2 Alternativen benennen. Nö, Alternativen wollte ich nicht. Sylt oder nix. Und ich Glückskind fuhr auf die Insel und feierte auch gleich meinen Geburtstag dort.

Zwei Jahre später wurde auch meine Reha genehmigt und konnte wieder 4 Wochen auf die Insel. War aber kaum auswärts zum Essen oder zum Shopping, sondern lief jeden Tag meine Runden am Strand und von einem Leuchtturm zum anderen. Und so kannte ich viele special places noch gar nicht.

Ines kennt die ganze Insel viel besser als ich und hilft mir immer mit ihren Tipps. Wo kann man prima wandern, futtern, feiern, shoppen, baden, wohnen oder seine Ruhe haben?  Ihre Ratschläge passten immer, ich wurde nirgens enttäuscht und so wurde meine Syltliebe immer größer.

Aber nicht nur mich hat sie angesteckt, auch Andrea wurde mit den schönen Bildern und Geschichten von Ines so wuschig gemacht, dass sie ihrem Mann einen Sylturlaub vorschlug und sie im Februar auf die Insel kamen, als wir auch dort waren.

Wir trafen uns zu sechst in der Kupferkanne – zur besten Sonntagskaffeezeit bei Cappuccino, Tee und heißer Schokolade und sehr leckerem Kuchen.

Fotos sind keine Pflicht sondern Kür – im Vordergrund stand der gemeinsame Spaß, aber kurz, bevor wir uns für dieses Mal trennen mussten, haben wir doch an ein gemeinsames Bild gedacht:

Und immer schön die Köpfe und Hälse warm halten!

Ich bin mir ziemlich sicher, dass das nicht das letzte Bloggertreffen auf Sylt war! Andrea kommt sicher wieder und andere Blogger unseres Netzwerkes haben schon wiederholt Interesse bekundet. Es bleibt also spannend!

Mantel: S. Oliver
Jeans: Lee
Handschuhe: Hermes
Tuch: Louis Vuitton
Mütze: C&A

Bevor wir zum Autozug mussten (wir haben wieder eine 12er Karte gekauft – das macht den Abschied und das Wiederkommen leichter) waren wir noch oben am Blickwinkel, gleich hinter der Kurklinik und haben die letzten Abendsonnenstrahlen für ein paar stimmungsvolle Fotos genutzt.